Saft von richtigen Streuobstwiesen

Saft von richtigen Streuobstwiesen

Adam Parmäne. Agathe von Klanxbüll. Allington Pepping. Von Akerö. Berliner Schafsnase. Blutroter Gravensteiner. Dänischer Rosenhäger. Geheimrat Breuhahn. 

Hä? Bitte wer und was ist denn das? Wir verraten es gleich vorweg, weil wir selbst so hibbelig sind, wie kleine Kinder am Morgen des 24.12. jeden Jahres: Es sind alte – bisweilen seeehr alte Apfelsorten.

Wir müssen einfach davon berichten: Wir haben endlich den richtigen Saft für unser Ladengeschäft und unser Café gefunden. Nicht irgendeiner ´von der Stange` eines Getränkelieferanten. Nein nein, wir fanden DEN Saft. 

Saft von Streuobstwiesen, die das Glottertal so markant prägen.

Wir haben auch hier ordentlich Zeit investiert und viele Zeitschriften, Artikel über Streuobstwiesen (und deren wichtige Bedeutung für den Naturschutz) und Internetseiten regelrecht durchforstet.

Fündig sind wir dann glücklicherweise beim NABU geworden, der uns an einen Bauernhof verwies, der eine kleine Mosterei betreibt. Bilderbuchautoren hätten es nicht besser gestalten können:

Eingebettet im benachbarten Glottertal, nur wenige Minuten von Freiburg entfernt liegt der Mattenhof inmitten dieser saftigen Streuobstwiesen. Fast ein bisschen kitschig kommt dieses Tal daher; erinnert müde an die langatmige Serie „Schwarzwaldklinik“, die Mutter aller Serien, lange bevor Netflix überhaupt existierte.

Der besondere Apfelsaft

Aber spätestens wenn man das Kluckern des Apfelsafts in der Flasche hört, in genau diesem Moment, wenn er ins Glas plätschert und einem dieser wohlig intensive Apfelsaftgeruch in die Nase steigt ist klar: Das ist alles echt. Authentisch. Die sonnenklare Wahrheit: Wir leben in einer bezaubernden Region. Trinkt man aber erst einmal einen Schluck von diesem Apfelsaft läuft man Gefahr, nie wieder wo anders leben zu wollen.

Dieses Spiel von kitzelnder Säure und konkurrierender Süße könnte der dramaturgischen Spannungskurve einer klassischen griechischen Komödie entsprungen sein – mit dem allerbesten Ausgang.

Und wer jetzt einen immer gleichbleibend schmeckenden Apfelsaft erwartet, oder gar einen Klaren: der ist bei uns nicht richtig. Er ist richtig schön trüb. Und: Er schmeckt von Flasche zu Flasche immer etwas anders. Wir nennen es liebevoll „Charakter“, weil die Apfelsorten je nach Erntezeitpunkt wechseln. Und nicht jedes Jahr ist gleich:  Logisch.

Aber eines ist immer der Fall: Es sind stets die gleichen Freunde die uns jedes Jahr neu beschenken: Adam Parmäne. Agathe von Klanxbüll. Allington Pepping. Von Akerö. Berliner Schafsnase. Blutroter Gravensteiner. Dänischer Rosenhäger. Geheimrat Breuhahn. 

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