Knusssssprige Zitronenkrokantröllchen

Knusssssprige Zitronenkrokantröllchen

Unsere Zitronenkrokantröllchen müssen mindestens so lang sein wie das Wort selbst!

Z-I-T-R-O-N-E-N-K-R-O-K-A-N-T-R-Ö-L-L-C-H-E-N.

Nur so macht doch die Krümelei erst richtig Spaß: wenn man nach dem Knirschen und Knabbern an sich herunterschaut und feststellt, dass man ein guter Mensch wäre, würden Krümel Leben retten – denn schließlich ist der Pulli aus feinster Merinowolle übersät von abertausenden kleiner Gebäckbruchstückchen.

Dabei ist diese betörend duftende Knusperei doch so einfach selbst zu backen. Man braucht lediglich erstklassige Zitronen (die bei uns zeitweise vom eigenen Baum kommen) und nach Belieben ein wenig Vanille, die diesem Gebäck eine wunderbar fleurale Nuance gibt.


Grundrezept:

100g geschmolzende Butter
2 Zitronen, Schalenabrieb
110g Mehl
110g Puderzucker
90g Eiweiß


165°C / 4-6 Minuten backen


Das Grundrezept ist wirklich sehr einfach und fast schon ´langweilig`. Alle Zutaten müssen lediglich gut und gründlich verknetet werden. 

Wichtig ist, dass der fertige Teig eine gute Stunde bei Raumtemperatur ruht, denn so lässt er sich später einfach viel leichter verarbeiten.

Ein kleiner Tipp ganz am Rande: Dieser Teig liebt es, wenn man mit ihm spielt. Tonkabohne? In der Adventszeit Orangen & Mokkapulver? Oder doch lieber Ceylonzimt? Muskatnuss ist übrigens auch ziemlich lecker…

Eine kleine Anleitung

Die größte – und einzige – Herausforderung ist übrigens das Herstellen der Schablone, die wir später für das Herstellen kreisrunder Kekse benötigen, die wir dann noch warm zu Röllchen formen.

Ich nutze hierfür den Deckel eines Joghurteimers. Schattige Erinnerungen werden wach, wenn ich mich an den Mathematikunterricht der fünften Klasse erinnere und mein geschätzter Mathematiklehrer Herr Holzapfel (welch grandioser Name!) mich aus dem Nichts heraus mirnichtsdirnichts anraunzte, er könne es gar nicht fassen, dass ich nicht einmal in der Lage sei, einen Kreis mit einem Zirkel zu ziehen. Gefolgt von einer düsteren Prognose hinsichtlich meiner mathematischen Zukunft. Wie recht er behielt… Und was für ein Glück es doch bedeutete, dessen ich mir jedoch in dieser Situation nicht sicher war!

Zurück zu den Zitronenkrokantröllchen: (mit dem Hinweis, dass man munkelt, pädagogisch besser ausgebildete Lehrer hätten unsere Klassenzimmer – öhm: Lernateliers –  nun fest im Griff und man müsse sich nun keine Sorgen machen; man bekäme als Schüler dieser Tage von nun an keine Alpträume mehr. Ehrenwort!)

Die nun rund ausgeschnittene Ringschablone (hundertfach wiederverwendbar) auf eine Backmatte oder ein Backpapier legen und mit einer Palette den Teig hauchdünn ausstreichen. Den Ring abziehen und zwei weitere runde Teigkreise vorbereiten. Mehr als vier Kreise sollten es übrigens nicht sein, denn die Röllchen müssen noch warm über den Stiel eines Kochlöffels gewickelt werden. Erkalten sie zu schnell brechen sie schneller, als einem lieb ist – an dieser Stelle vertraust du am Besten demjenigen, der manch eine leidvolle Erfahrung machte, okay? Rückfragen an dieser Stelle nicht gestattet. 

Sobald die Kekse im Ofen nach 4-6 Minuten bei 165°C eine goldbraune Farbe haben aus dem Ofen nehmen und mit Hilfe eines Kochlöffels aufwickeln. Wer nicht so gerne heiß anfassen mag kann hierfür gerne ein paar Handschuhe tragen.

Und jetzt kommt das Beste: Sobald die Kekse ausgekühlt sind kann man sie über Tage hinweg genießen: Dieser irrsinnige Zitronenduft beim Öffnen der Keksdose. Dieses unverwechselbare sandige Knirschen, wenn die Zähne den Kekse malmen. Dieser Geschmack, wenn alle Synapsen bis in den hintersten Winkel des Mundwinkels Achterbahnfahren! Dankbar für die Einfachheit des Lebens. Zitronigen Spaß euch da draßen.

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