Bratapfel, Rezept
Bratäpfel

Gute Güte, was gibt es alles über Bratäpfel zu berichten, die wir hier im Förster Max derzeit braten! Unglaublich diese unzähligen Bilder, die sich kapriolenartig überschlagen, beim Gedanken an diese kleinen köstlich-rotbackigen Äpfelchen, ausschließlich gesüßt mit Honig und echtem (!) Marzipan. 

Da schwirren Bilder von der Großmutter, die mit blauer und straff geschnürter Latzschürze am Küchentisch saß, zu dieser Zeit sonst eher datterich unterwegs war, aber hier mit aberwitziger Präzision zu Werke ging; der Duft von gerösteten Haselnüssen, die darauf warteten sehr grob geschrotet zu werden, aber viel lieber über den Küchentisch kullerten; der Geschmack von Bratapfelfüllung, die natürlich mit dem Zeigefinger in großzügigen Mengen und hoher Frequenz gestippt wurde; und natürlich die Offenbarung, beim erstmaligen Zimtriechen. Meine Güte! Zimt! Liebe Kirchen dieser Welt! Was zur Hölle soll an diesen gebratenen Äpfeln Sünde sein?!

Hier ist das Rezept, das wir auch in unserem Café verwenden.

Füllung

75g Butter
1 Vanilleschote, Mark
1 Orange, Schalenabrieb
30g Marzipan
30g Honig
1 Ei
20g Haselnuss, gerieben
30g Semmelbrösel


Brösel

20g Butter
20g Panko
10g Haselnüsse, gerieben

Bratensatz

90g Butter


60g Haselnüsse, geröstet


50g getr. Aprikosen
50g getr. Feigen

150g Apfelsaft
50g Amaretto

1 Zimtstange
2 Nelken
1 Sternanis
2 Kardamomkapseln
1 Vanilleschote



Boskop-Äpfel entkernen und bei Seite stellen.
Alle Zutaten abwiegen und homogen vermengen.

Äpfel füllen. Dabei darauf achten, dass die Äpfel ordentlich gefüllt sind. Je mehr Füllung, desto besser werden die Bratäpfel.






Mit der Gabel alle Zutaten zerdrücken und gleichmäßig zerknautschen.









Butter in einer ofenfeste Pfanne bei mittlerer Hitze rösten, bis ein nussiger Duft den Raum erfüllt.

Haselnüsse grob hacken. Zur Butter dazugeben und kurz mitrösten.

Trockenfrüchte in Würfel schneiden. Zum Bratensatz geben.

Flüssigkeit hinzugeben und wallend aufkochen lassen.

Gewürze hinzugeben und etwas reduzieren lassen.

Gefüllte Äpfel nun auf den Sud in der Pfanne stellen und in den vorgeheizten (180°C) Ofen geben. Dadurch bleiben die Äpfel schön saftig, weil sie von unten gedämpft werden.

Nach 15 Minuten Äpfel herausholen, einmal daran schnuppern, weils schon so gut riecht und die groben Semmelbrösel löffelchenweise auf die Äpfel geben. Nochmal 10 Minuten braten, damit die Pankobrösel knusprig braun werden.



Wer keine Orange zur Hand hat, kann nach Belieben auch Zitronen oder gar Mandarinen nehmen.








Panko ist ein grobes Semmelbröselmehl, das in der Asiaabteilung von Lebenmittelläden zu finden ist. Grobe Weißbrotbrösel funktionieren aber genauso gut.






Wer keinen Amaretto im Schrank stehen hat, kann auch Rum, Portwein oder Madeira hernehmen.






Das Mark der Vanille kann gut und gerne in die Bratapfelfüllung, die ausgekratzte Schote in den Bratensatz.

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